WILU 2010
Ein Ausblick auf Heute und Morgen

Seit dem Sommer 2003 steht der WILU, geschützt vor fremden Zugriff, auf einem eigens dafür angelegten Abstellplatz neben unserem Haus. Dort steht er nun, mit einer Plane abgedeckt, und wartet erneut auf bessere Zeiten. Verschrotten, das kommt selbstverständlich nicht in Frage! Verkaufen, nur sehr ungern. Es gab schon ensthafte Interessenten mit lukrativen Angeboten, aber mein Wunsch ist das nicht.

Mein Wunsch ist, ihn wieder herzurichten und wieder für den Verkehr zuzulassen, doch das bedeutet nach so vielen Jahren eine Menge Arbeit.

Immerhin habe ich bereits nach und nach bei Ebay fast alle fehlenden Teile ersteigern können, das ist ja heute dank Internet recht einfach geworden.

 

Ob er bald wieder seine Runden dreht?

Im Frühjahr 2010 habe ich mit einer Bestandsaufnahme begonnen. Dazu habe ich die Einrichtung herausgenommen, Wand-, Boden- und Deckenverkleidungen entfernt, um an das Blech heranzukommen. Starke Rostschäden sind im Dachbereich an der Regenrinne festzustellen, und zwar beidseitig, Das Bodenblech ist stellenweise löchrig, und auch der Boden im Fahrerhaus weist viele kleine Durchrostungen auf, weil es durch die undichten Fenstergummis hereingeregnet hat.

Ich habe mir daher vorgenommen, erst einmal für den physischen Erhalt des Fahrzeuges zu sorgen, d.h. an den entsprechenden Stellen vergammeltes Blech herauszutrennen, und neue Bleche einzuschweissen, und sonstigem leichteren Rostbefall mit den geeigneten Mitteln zu Leibe zu rücken. Ergänzend zu diesen Massnahmen werden auch alle Dichtgummis an Fenstern und Türen erneuert.

Auch das 1980 gebaute Aufsatzdach weist stellenweise starke Rostschäden auf, so dass es möglicherweise weniger Aufwand bedeutet, es neu zu bauen als zu sanieren.

Für die Schweissarbeiten werde ich mir ein Schutzgasgerät (MIG) zulegen, wobei ich möglicherweise einem Fülldrahtgerät den Vorzug gebe, da man damit auch im Freien in windiger Umgebung arbeiten kann. Wenn ich mit zwei Autobatterien schweissen konnte, so werde ich auch damit zurecht kommen.

Sind diese Arbeiten abgeschlossen, kommt die Technik an die Reihe. Bremsen, Leitungen, Schläuche, Kupplung, Motor und Elektrik, da gibt's sicher einiges zu tun, bis alles wieder in einwandfreiem Zustand ist.

Zum Schluss Lack und neue Reifen, und dann die Zulassung als "Oldtimer", oder "Vehículo Histórico", wie es hier heisst. Doch bis dahin ist es noch ein langer, mühsamer Weg, und die Zukunft wird zeigen, ob ich dieses Vorhaben wirlich so umsetzen kann.

Dies ist der aktuelle Stand der Dinge in Sachen WILU. Grosse Reisen in ferne Länder wird er sicher nicht mehr unternehmen, aber vielleicht doch noch auf vielen kleinen sonntäglichen Spritztouren mein Herz erfreuen. 

Das letzte Kapitel muss erst noch geschrieben werden!


"Der WILU wird Spanier"

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